close
Blog
-
Bericht Suedamerikareise:
Anfang Juli bin ich im schoenen Cassilândia, im Staat Mato Grosso do Sul, an der Grenze zu Goias, angekommen. Hier hatte ich ja 2005-2006 meinen Austausch verbracht und somit war die Freude natuerlich gross, meine Gastfamilie und alle meine Freunde wiederzusehen. Nach ca 4 Wochen "Urlaub" war dann jedoch die Zeit gekommen, mich auf meine im Voraus schon grob geplante Reise zu machen. Der Plan: Ins nahe gelegene Bolivien reisen, dieses moeglichst schnell zu durchqueren, in Peru die Inkaruinen von Machu Picchu besichtigen und dann soweit wie moeglich nach Norden vorstossen, am liebsten bis nach Kolumbien. Gesagt, getan. Nach kurzem Aufenthalt bei Freunden in Campo Grande, der Landeshauptstadt, ueberquerten ich und mein grosser, schwerer Rucksack in Corumbá die Grenze nach Bolivien, um dort nach einer 18-stuendigen Fahrt mit dem sog. "Todeszug" (=todlangweilig) in der reichen, brasilianisch beeinflussten Stadt Santa Cruz de la Sierra anzukommen. Im Zug traf ich gluecklicherweise eine Deutsche aus Muenster, die wie ich allein unterwegs war und auch auf dem Weg nach Westen war. Wir beschhlossen, zusammen weiterzureisen und ich aenderte meinen Reiseplan zum ersten Mal: Statt wie geplant von Santa Cruz aus nach Cochabamba zu reisen, wuerde ich mit Frauke die Hauptstadt Sucre besuchen. Nach einigen ruhigen Tagen im touristisch unspektakulaeren Santa Cruz ging es weiter in das Andendorf Samaipata, wo wir 1 Nacht verbrachten, und dann mit dem Nachtbus nach Sucre. Hier hatten wir das Glueck als eine der letzten Gruppen in die Stadt zu kommen, es wurden naemlich Strassenblockaden errichtet, mit denen die Bauern aus den umliegenden Doerfern gegen die Politik der reichen Stadtbewohner protestierten. Protestieren und demonstrieren gehoeren in Bolivien zum Alltag, und Strassenblockaden sind nichts ungewoehnliches hierbei... Es wiess nur niemand wie lang sie andauern... Aus der geplanten 1 Nacht in Sucre wurde also eine Woche, was fuer mich und Frauke nicht weiter schlimm war, da wir uns beide in die wunderschoene Kolonialarchitektur von Sucre verliebten. Nach 1 Woche war es mir dann aber doch genug, und da ich ein recht guenstiges Flugticket nach La Paz bekommen hatte, verliess ich auf diesem Weg die Stadt. Nach einer Landung auf dem hoechsten Flughafen der Welt, auf 4100 Metern und kurzzeitigen Problemen mit der Hoehenkrankheit (Herzrasen und Kopfschmerzen) lernte ich auch den hektischen Charme von La Paz kennen. Ich konnte bei einer Bekannten unterkommen, der Nichte meiner Spanischlehrerin aus Deutschland, und zusammen mit ihrem Vater zeigte sie mir die geographisch wirklich atemberaubend gelegene Stadt. Nach einigen Tagen bolivianischer Gastfreundschaft ging es dann weiter an den Titicacasee, im Bus dorthin lernte ich eine Franzoesin kennen. Angekommen in Copacabana, einem Staedtchen am Seeufer bezogen wir ein Doppelzimmer im Hostel und nahmen am naechsten Tag fruehmorgens das Boot zu einer der zahlreichen Inseln im See, der "Isla del sol". Hier wurden wir im Norden abgesetzt um die dortigen Inkaruinen zu besichtigen, und wanderten dann ein paar Stunden bis zur Suedspitze der Insel, wo wir uns in einem kleinen Dorf eine Unterkunft suchten. Leider hatte ich mir bei der Wanderung einen boesen Sonnenbrand geholt, und somit konnte ich die Nacht auf der Insel sowie die Rueckreise nach Copacabana am naechsten morgen wenig geniessen. Von Copacabana aus kehrte die Franzoesin dann zurueck nach La Paz, und fuer mich ging es nach Puno, auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Die Grenzueberquerung gestaltete sich als etwas problematisch, da ich bei der Einreise das angeblich obligatorische Einreisepapier nicht erhalten hatte, nach einem Bestechungsgeld von umgerechnet 2 Euro drueckten die Beamten dann aber doch ein Auge zu. Angekommen in Puno verbrachte ich die Nacht in einem Hostel um sofort am naechsten Tag nach Cuzco weiterzufahren. Diese sogenannte "Inkastadt" ruehmt sich, der Ausgangspunkt der Inkakultur zu sei
-
Spam aus Brasilien – Part 1
Liebste Leute!
Hier die von einigen vielleicht schon leicht ungeduldig erwartete und von anderen voellig unvorbereitet empfangene Email aus Brasilien, welche in Tradition der letzten Spammails von den neusten Neuigkeiten von hier berichten soll.
Erstmal natuerlich liebste Gruesse an alle, ich hoffe es geht euch allen gut und ihr koennt auch in Deutschland oder sonstwo ein paar schoene Sommertage erleben! Ich bin jetzt seit 3 Wochen wieder im guten alten Cassilândia und geniesse die Sonne… Da wir uns im brasilianischen Winter befinden regnet es in meiner Region zur Zeit gar nicht (im Januar dafuer aber 2 Stunden pro Tag) und es wechseln sich sommerlich-heisse Tage und kalte Naechte ab. Da ich mich wieder bei meiner alten Gastfamilie eingenistet habe bin ich bestens versorgt, kenne mich in der Stadt aus und somit ist mein Aufenthalt eher mit einem langen langen Urlaub zu vergleichen – und an Stelle von Postkarten gibt es eben Emails. Ich fange einfach mal ganz von vorn an zu berichten: Der Flug von Frankfurt nach São Paulo war relative ereignislos und die Lufthansa hat sich nicht gerade von ihrer unterhaltsamsten Seite gezeigt… Lahmes Essen und keine Filme… So koennen einem 12 Stunden schon ziemlich lang werden. Netterweise hat mich der ca 40jaehrige Japaner neben mir mit seinen Comics (auf japanisch!) unterhalten, indem er ununterbrochen gekichert hat. Nachdem ich in São Paulo angekommen dann wider Erwarten sowohl einen Einreisestempel als auch meinen Koffer erhalten hatte musste ich das Haus meiner Freundin Flávia finden. Gott sei Dank gibt es hilfreiche Flughafenbeamte und nach einer Stunde Busfahrt sowie einer wirklich angsteinfloessenden Taxi-Episode kam ich um 9 Uhr morgens in Flavias Appartement in Chinatown an. Es folgten Wiedersehensfreude, Schlafen, Sightseeing und ein netter Tag. Am naechsten Tag ging es dann im Bus nach Rio Preto, eine Grossstadt im Staat São Paulo und von dort holte mich Felipe, ein Freund der dort studiert, ab. Eigentlich sollte ich eine Nacht dort bleiben aber wir entschieden uns gleich nach Cassilândia zu fahren und auf dem Weg noch eine Freundin aus der Nachbarstadt abzuholen. Gegen Mitternacht kamen wir dann auch sicher in Cassi an, obwohl mehrere Hunde, Fuechse und Ameisenbaeren auf der Strasse dagegen gewesen waren. Die Rueckkehr war toll, in der Stadt hat sich kaum etwas veraendert und alles war noch irgendiwe vertraut. Die Winterferien haben angefangen und somit ist ein Grossteil meiner Freunde auch hier. Meine grosse Gastfamilie freut sich auch dass ich wieder da bin oder gibt sich zumindest Muehe, so zu tun. Zu den ersten Unternehmungen zaehlten der “Trote” meines Cousins Leonardo, welcher den Einstellungstest an der Uni fuer Medizin in Cuiabá bestanden hat und daraufhin traditionell mit Eiern, Mehl, Lippenstift und Kaffeesatz verschoenert wurde und in diesem Zustand im Stadtzentrum um Geld betteln musste. Ausserdem standen ein paar ruhige Treffen mit Freunden und Verwandten an, da ich noch ziemlich unter den 6 Stunden Jetlag zu leiden hatte. Doch schon nach 1 Woche sollte es richtig losgehen: Meine “Gastschwester” Faye aus Neuseeland, welche 3 Jahre vor mir Austausch in meiner Gastfamilie gemacht hatte, kam ebenfalls das erste Mal wieder nach Brasilien um 3 Wochen Ferien zu machen. Gott sei Dank haben wir uns von Anfang an super verstanden und da wir in einem Zimmer schlafen gibt es auch immer was zu lachen. In den naechsten Tagen wurden entweder saemtliche Bars oder baraehnliche Lokalitaeten der Stadt unsicher gemacht, mit Freunden im Auto herumgefahren oder die beruechtigten Partys besucht. Nachdem die einzige Disco der Stadt kurz nach meiner Rueckkehr nach Deutschland 2006 schliessen musste (warum nur?), werden jetzt die abenteuerlichsten Orte zu Partylocations umfunktioniert. Die Freimaurerloge der Stadt, eine Autowaschanlage und ein Stall am Stadtrand sind nur einige der genannten. Dem Spass tat es jedoch keinen Abbruch.
-
Spam aus Brasilien Pt. 6
Soooo ihr lieben!
Wer geglaubt hatte, nichts mehr von mir zu hoeren, wurde hiermit eines besseren belehrt! Ja, es gibt mich noch und ja, ich bin immernoch in Brasilien!
Meine Zeit ist jedoch so gut wie abgelaufen, in 1 Woche befinde ich mich schon wieder in Good Old Germany, jedoch wollte ich vorher noch einmal von mir hoeren lassen, bestaetigen dass es mir weiterhin gut geht und die letzten paar Monate hier in Brasilien kurz zusammenfassen...
Den Monat Maerz habe ich so ziemlich vergammelt, einige Male war ich mit meinen Eltern auf der Fazenda, wo ich mich todesmutig auf einen Pferderuecken schwang. Sonst blieb ich jedoch eher ruhig zuhause, ab und zu ein Treffen mit Freunden und die alltaeglichen Sachen wie Schule, Karate und neuerdings ja auch Spanischunterricht frueh am Samstagmorgen. Mittlerweile spreche ich schon ein wenig und habe auch weniger Verwechslungsprobleme mit Portugiesisch als vorher angenommen...
Anfang April wurde ich dann durch ganze 3 (!) Tage Osterferien aus meiner Routine gerissen, da Cassilândia, sonst eher einer Geisterstadt aus einem Western aehnelnd, sich ploetzlich mit Studenten, Verwandten, Bekannten und Freunden anfuellte, die alle irgendwo auswaerts wohnen und zu Ostern ihre Familie sehen wollten. Dieses kam mir natuerlich sehr gelegen und somit verbrachte ich die Tage mit feiern, lang schlafen und Freunde treffen. Das Osterwochenende verbrachte ich ohne meine Eltern, da diese auf die Fazenda wollten, ein grosses Osterei jedoch liessen sie mir hier. Nach Ostermontag aber leerte sich die Stadt wieder, und zurueck blieben nur wenige Leute, mit denen ich etwas unternehmen konnte. Umso enger wurde natuerlich meine Bindung zu diesen, und die vorher vielleicht noch etwas oberflaechliche Freundschaft wurde vertieft.
Ende April brach ich dann zusammen mit meiner Mutter zu einer weiteren grossen Reise auf: Es ging fuer 4 Tage in die Landeshauptstadt Brasilia! Hierfuer nahmen wir eine 12stuendige Bsufahrt auf uns, doch schliesslich hatte das ganze auch seinen Sinn und Zweck, ich sollte einen Portugiesischtest schreiben um hinterher ein Diplom vorweisen zu koennen! Trotzdem blieb uns vorher noch genug Zeit, zumindest die markantesten Sehenswuerdigkeiten der Stadt wie das Kubitschek Museum und die Oskar Niemeyer Kathedrale zu besichtigen... Brasilia ist eine durch und durch geplante Stadt, sie ist sehr modern, voller Glas und Metall, aber auch mit riesigen Gruenflaechen und vielen Baeumen an den breiten Strassen. Von oben hat sie die Form eines Flugzeugs, und auf den Strassenschildern steht tatsaechlich "Nordfluegel" oder "Cockpit"...
Insgesamt finde ich die Stadt sehr schoen, und ueberhaupt nicht unpersoenlich. Man hat im Gegenteil die ganze Zeit das Gefuehl, sich in einem Park am Stadtrand zu befinden, daher ist man direkt im Zentrum... Nun aber zu meiner Pruefung, ich musste einen schriftlichen sowie einen muendlichen Teil abslovieren und tat dies in der Universitaet von Brasilia. Das Ergebnis kann ich leider gar nicht einschaetzen, leicht war es nicht. Ob ich bestanden habe werde ich wohl bis Anfang Juli erfahren.
Leider fuhren wir, sobald ich die Pruefung hinter mir hatte, auch schon wieder nach Hause, ich haette mich gern noch ein wenig in der Stadt umgesehen.
Wieder zuhause erhielt ich eine Einladung von einer Freundin (Luisa) nach Campo Grande, die Hauptstadt unseres Staates, die ich gegen Anfang Mai dann auch annahm. Ich verbrachte ein Wochenende dort und bekam die gesamte Breitseite des "Grossstadtfeelings" zu spueren. Campo Grande hat knapp 1 Million Einwohner, also schon ein kleiner Unterschied zu Cassilândia. Meine Freundin studiert dort, ich bekam also eine weitere Universitaet zu sehen und lernte auf einigen Partys dort ihre Freunde kennen. Auch das Shoppingzentrum (das einzige in unserem Staat, welcher so gross ist wie Deutschland!) besuchten wir mehrere Male, wofuer wir zwar lange Busfahrten auf uns nehmen mussten, doch es lohnte sich. Ich war sogar im K
|  |
close
Cities I've Visited
close
Photos
-
0 - Pantanal
(42 photos)
-
01 - Viagem - Alemanha - Brasil
(41 photos)
-
02 - Arrival Camp
(39 photos)
-
03 - Primeiros Dias...
(29 photos)
-
04 - First Festas
(28 photos)
-
05 - Waterfall - Action
(26 photos)
-
06 - Presentation at school, Friends and Family
(35 photos)
-
07 - Orientation Dourados
(48 photos)
-
08 - Dourados, my first Birthday Party, Game Night
(43 photos)
-
09 - Aniversario do Hugo, Sertaneja Concert + more
(29 photos)
-
10 - Festa Tropical, Games, Cooking, Festa na Ilha
(34 photos)
-
11 - Pictures of Hugo, my school and Partys
(43 photos)
-
12 - Churrasco, a Clubnight and our Christmastree!
(38 photos)
-
13 - Party at Felipes House
(47 photos)
-
14 - School, Campo Grande, first Pantanal Pics!
(48 photos)
-
15 - More Photos do Pantanal!
(48 photos)
-
16 - Even more Pantanal Pics....
(48 photos)
-
17 - More Pantanal - Photos....
(48 photos)
-
18 - Pantanal, Friends, School and my city
(35 photos)
-
19 - Literature - Night
(44 photos)
-
20 - End - of - term - Party of the 3rd year
(48 photos)
|